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Michael Kaeshammer
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T&M 051: 15.00 Euro
"Kaeshammer" - 2011

Always be yourself, first and foremost…. As an artist, it’s all about finding who you are as a person and relating that in your music.
Michael Kaeshammer

Einladend, ansteckend, optimistisch - der kanadische Pianist, Sänger und Songwriter Michael Kaeshammer ist zurück mit einem mitreißenden neuen Album. Schon der Vorgänger „Lovelight“ (2009) präsentierte den Kanadier mit deutschen Wurzeln musikalisch souverän. Jetzt legt Kaeshammer nach - mit einer 10-Song-Kollektion, die ihn als eines der großen Talente im Spannungsfeld von Jazz und Pop ausweist. Dazu ist der Mann aus Toronto unterwegs auf einer persönlichen Reise, die auf diesem siebten Album erneut viele Qualitäten zusammenbringt: eine ideologiefreie Haltung, ein virtuoses Pianistentum, das leichtfüßige Spiel mit einer schillernden Palette von Einflüssen aus New Orleans-R’n’B, Jazz, Blues und Pop, brillante Arrangements, den Charme des geborenen Entertainers. Der Vollblutmusiker Michael Kaeshammer singt und spielt dabei vorwiegend Songs aus eigener Feder. Er tut dies mit einer jugendlichen Energie, die ihn als Vollblutmusiker ausweist. Doch das ist nicht unbedingt etwas Neues…

Neu ist die persönliche Dimension im Songwriting des Michael Kaeshammer und die Bedingungslosigkeit seiner Musiker-Identität. Seine Songs kommen heute aus der Erkenntnis, im persönlichen Ausdruck eine zentrale Qualität seiner musikalischen Identität zu sehen und das Umsetzten individueller Gefühlswelten als Ziel zu definieren. Das allerdings ohne deutschen Weltschmerz, sondern frei nach dem alten Cole Porter-Motto: „Accentuate The Positive“. Denn Michael Kaeshammer ist ein Glückskind: „Meine Glücksgefühle dem Leben gegenüber haben sich durchaus noch intensiviert in den vergangenen Jahren,“ sagt er, “das Material auf diesem Album ist daher eine Reflektion der Dinge, die mir am Herzen liegen. In den Texten bin ich ungeschützt wie noch nie zuvor, musikalisch hatte ich selten so viel Spaß beim Klavierspielen und Singen. Daher kam auch die Idee, das Album einfach nach meinem Namen zu benennen“. Das Album „Kaeshammer“ präsentiert die Quintessenz dieser Erkenntnis und orientiert sich dabei vom Umfang her durchaus an klassischen Album-Vorlagen aus der Jazz- und Pophistorie. Zehn Songs in knapp vierzig Minuten. Eine bewusste Reduktion auf das Wesentliche, überschaubar und auf den Punkt. Eine Geschichte, die auch in ihren Einzelkapiteln funktioniert und auf hohem Niveau bestens unterhält.
Michael Kaeshammer wurde 1977 im badischen Offenburg geboren. Der Ausnahmemusiker wurde schon als Kind – von seinem Vater – mit den großen Pianisten des Jazz von Fats Waller bis Art Tatum konfrontiert. Das genetische Material des jungen Klavierschülers wurde so schon früh durch ein zeitloses amerikanisches Jazz-Kontingent bereichert. Bis heute bezeichnet Kaeshammer den Einfluss seines Vaters als prägend und ausschlaggebend für seinen weiteren musikalischen Weg. Dazu kommt eine grundlegende Offenheit auch gegenüber Pop, Gospel und Blues. Sam Cooke und Curtis Mayfield haben bis heute Platz auf dem musikalischen Speiseplan im Hause Kaeshammer. Bis heute spielt der leidenschaftliche Pianist und Beatles-Fan auch privat gern Gospel-Piano und verfolgt aktuelle Entwicklungen im Pop-Betrieb. Wo mit Erfolgsgeschichten wie der von Harry Connick Jr.,, Jamie Cullum ja auch in jüngerer Vegangenheit Jazz/R’n’B/Pop- und Entertainment-Synthesen zu hören waren. Doch Michael Kaeshammer schielt nicht nach dem großen Pop-Erfolg. Ihn zieht es insbesondere immer wieder nach New Orleans, wo er mit den Idolen Art Neville und Eddie Bo spielte und er immer wieder die alte Seele der Musik spüren kann. Auch in den USA nimmt man den Kanadier mittlerweile zur Kenntnis und Kaeshammer spielt von Küste zu Küste.

Mit dem Song „Rendesvouz“ beginnt Michael Kaeshammer sein neues Album und spricht damit eine Einladung auch an sein Publikum aus. Eine gute Zeit ist garantiert, denn mit Witz, Charme und Nonchalance reiht sich eine brillante Performance an die nächste. Mit dem rollenden Swing eines New Orleans-Second-Line-Groove als musikalischer Konstante („Kisses In Zanzibar“), dazu kommen herzerwärmende Popsongs („A Little Bit Of Love“, „Remedy“, „The You-And-Me“), Jazz („Tightrope“), Balladen („Shalimar Wind“) und eine dynamische Instrumental-Version des Soul-Klassikers „People Get Ready“. Eingespielt von einer Band aus Freunden, mit vokalen Gastauftritten kanadischer Kollegen: dem Gospel-Ensemble The Sojourners, der Soulsängerin Divine Brown, der Folkfrau Jill Barber. Es war eine gute Zeit für alle – man kann es hören.

Doch im Zentrum des Geschehens steht der smarte Mann am Piano. Der Hobbykoch Michael Kaeshammer ist auch für seine Hörer ein charmanter Gastgeber. In seiner musikalischen Welt zu gastieren heißt auch, den Alltag ein wenig zu vergessen, sich an die Qualitäten des alten Jazz-Entertainments zu erinnern. Kaeshammer ist kein Swing-Nostalgiker, doch seine freudige Kunst erinnert an eine Zeit, in der man wie selbstverständlich wusste, wie man sich durch Musik am Leben erfreuen kann. Künstler und Publikum gleichzeitig und gleichermaßen, ganz ohne Marketing-Kategorien und intellektuellen Überbau, nur durch die Energie und die Kunst eines brillanten Musikers und seiner Band. Michael Kaeshammer ist solch ein Musiker und sein Publikum geht ihm über alles: „Wie man mit seinem Publikum umgeht, hilft einem auch persönlich,“ sagt der Mann aus Toronto, „man erreicht irgendwann diesen Punkt, an dem es schließlich um mehr als das geht, was man spielt. Es geht darum, wer man ist. Es dreht sich um nach einer Weile.“ Michael Kaeshammer bei diesem Prozess persönlicher Reifung und musikalischer Entwicklung zuzuhören, ist das pure Vergnügen. „Kaeshammer“ ist der Beweis. Offenheit vorausgesetzt.