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Veda Hille
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T&M 111: 5.00 Euro
"women in (e)motion: Veda Hille" - 1996

1. driven
2. precious heart
3. slumber queen
4. instructions
5. strange, sad
6. with no caring
7. old song
8. 26 years
9. rose
10. polka
11 and birds
12. driven

Ihre Songs entsprechen nicht dem gängigen Popsong-Format, dem Standard-Zuschnitt für den Mainstream. Trotzdem haben viele Stücke von Veda Hille betörende Pop-Qualitäten: einen schwelgerischen Refrain, eine verführerische Melodie, markante Textzeilen, die im Gedächnis bleiben. Die Songwriterin aus dem kanadischen Vancouver legt sich nicht prinzipiell quer. Daß ihre Songs komplexer ausfallen als das allgemein Gewohnte, daß sie Ecken und Kanten haben, einen überraschenden Verlauf nehmen oder ein bißchen rätselhaft erscheinen - Veda Hille liegt es eben so. Kreative Freiheit schreibt sie ganz groß. Dafür nimmt sie im Zweifelsfalle auch einen kommerziell unbequemen Platz zwischen allen Kategorien in Kauf. Rock, Folk, Jazz, Pop, Avantgarde: all das trifft irgendwie, aber nur für einzelne Aspekte einer höchst individuellen Stilistik.

Eine wesentliche Komponente ist Veda Hilles Sinn für Poesie. Dabei ist ihr wichtig, daß Text und Musik auch für sich stehen können - und so trägt sie schon mal ein Gedicht ohne Begleitung vor oder spielt Instrumentals. Ihre eigenwilligen Texte mögen teils versponnen und obskur erscheinen, bieten jedoch eine Vielzahl von Ansatzpunkten zur persönlichen Reflektion.

Dem virtuosen Klavierspiel kann man unschwer anhören, daß die kleine, selbstbewußte Kanadierin eine profunde Ausbildung absolviert hat. Zehn Jahre klassisches Klavier, drei Jahre Jazz-Piano: Grundlagen, mit denen sie zunächst nicht mehr viel anfing, als sich - zum Glück erfolglos - als Loung-Pianistinn zu versuchen. Dem Frust folgten zwei aufschlußreiche Jahre an einer Kunsthochschule. Die Beschäftigung mit Film, bildender Kunst usw. verhalfen der Musikerin Veda zu neuen Perspektiven und einer veränderten Auffassung, was die kreative Verwirklichung anbelangt. Erst mit 21, Ende 1989, schrieb die Pianistin ihren ersten Song. Gut zwei Jahre später veröffentlichte sie ihr Album-Debüt mit dem schlichten Titel "Songs About People And Buildings". Ein gefeierter Auftritt beim Vancouver Folk Music Festival ´92 gab ihrer Karriere einen entscheidenden Kick. Seit Anfang ´93 arbeitet sie auch mit Band, einer festen Gruppe exzellenter Musiker, die ihre vertrackten Groove- und Harmonie-Arrangements sicher im Griff hat. Ab und zu schnallt Leaderin Veda auch ein Akkordeon um, neuerdings spielt sie außerdem eine viersaitige (!) akustische Gitarre. Ihre wunderbare Stimme ist so wandelbar, wie es die Gefühlslagen der Songs verlangen. Und Emotionen haben für Veda Hille noch immer höchsten Stellenwert, egal wie intelligent ihre Musik strukturiert ist .

Zwei weitere Studioplatten hat sie in Kanada produziert, wo sie als eines der größten Songwriterinnen-Talente der jüngeren Generation gilt. Ein Ruf, den sie - Solo und mit Band - beim "women in(e)motion" - Festival, in ihrem Europa-Einstand, nachdrücklich bestätigte.