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Amina Claudine Myers
CDs
Presse
T&M 102: 5.00 Euro
"women in (e)motion: Amina Claudine Myers" - 1993

1. Blessings 14´57

2. African Blues
3. Keep On Laughing
4. Jumping In The Sugar Bowl
5. Dirty No Gooders Blues
6. Country Girl
7. Wasted Life Blues

Jazz, Blues’n’Gospel – Amina Claudine Myers repräsentiert auf einzigartige Weise das gesamte programmatische Spektrum der "women in (e)motion" – Reihe. Von der Gospeltradition über das Bluesvermächtnis einer Bessie Smith bis zu zeitgemäßen Spielformen des Jazz vereint die Musik der schwarzen Pianistin und Sängerin ganz selbstverständlich das, was ihren persönlichen Werdegang bestimmte. Amina Claudine Myers stellt diese Elemente nicht einfach nebeneinander, sondern läßt sie mit unterschiedlicher Gewichtung ineinanderfließen.
Das gilt besonders für ihre Konzerte. Befreit von konzeptionellen Erwägungen und der atmosphärischen Isolation einer Studioproduktion entfaltet ihr Trio mit E-Bassist Jerome Harris und Schlagzeuger Reggie Nicholson auf dieser Aufnahme eine geradezu spirituelle Kraft, die alle Titel gleichermaßen durchströmt. "When you‘ re playing, another force takes over", sagte sie dazu einmal in einem Interview. " You don’t know a lot of times what happens, but you have to be open to this force."

Der erste nachhaltige Einfluß auf die musikalische Entwicklung von Amina Claudine Myers war Gospel. Schon in frühester Kindheit, kurz nach dem Umzug von Arkansas nach Texas, gehörte Amina einer Gospelgruppe an. Später war sie Leiterin und Pianistin verschiedener Kirchenchöre. Parallel trat sie als Organistin und Sängerin in lokalen Clubs auf. In Chicago, wo sie eine Stelle als Lehrerin angenommen hatte, kam sie in kontakt mit der AACM, der Association For The Advancement Of Creative Musicians. Dort bestärkte man sie in ihrem Engagement als Musikerin, zeigte ihr neue Wege auf und weckte ihr Bewußtsein für das umfassende Prinzip der "Great Black Music" – den roten Faden zwischen afrikanischem Ursprung, Blues, Gospel, Soul und freiem Jazz.

Mit Saxophonist Kalaparusha Maurice Mclntyre nahm Amina 1969 ihr erstes Jassalbum auf. Drei wichtige Jahre verbrachte sie in der Gruppe von Tenorist Gene Ammons. Die Verbindung zu Musikern des AACM-Zirkels blieb auch bestehen, als sie nach New York zog. Pianist und AACM-Begründer Muhal Richard Abrams, Saxophonist Henry Threadgill und Art Ensemble Of Chicago-Trompeter Lester Bowie luden sie mehrfach zu Projekten ein (Bowie machte sie jüngst zum Dreh- und Angelpunkt seines New York Organ Ensembles). In der Gruppe From The Root To The Source von Martha und Fontella Bass konnte sich Amina Claudine Myers verstärkt ihren Gospel-Wurzeln widmen. Außerdem arbeitete sie mit Arthur Blythe. Frank Lowe, Sonny Stitt, Leroy Jenkins, Charlie Haden’s Liberation Music Orchestra und anderen.
Seit Ende der Siebziger hat Amina Claudine Myers eine Reihe eigener Platten eingespielt. Sie verfaßte ein zeitgenössisches Musical, mehrere größere Kompositionen für verschiedene Ensembles, wirkte an dem Off Broadway Musical "Ain’t Misbehaven" mit und trat auch als Schauspielerin in Erscheinung.

Die enorme Intensität und Dichte, mit der das Trio dieses Live-Mitschnitts agiert, ist Resultat einer mehrjährigen Zusammenarbeit. Reggie Nicholson, ein ungewöhnlich melodischer und höchst dynamischer Drummer, und Jerome Harris, der auf dem E-Baß eine beispielhafte Sensibilität und Eleganz demonstriert, bringen die nötige Flexibilität mit, um der vielseitigen, streckenweise hymnischen gesanglichen und pianistischen Ausdruckskraft von Amina Claudine Myers gerecht zu werden. Musik, die sich bei aller Komplexität direkt an Herz und Seele wendet.















CD 1

1  

Blessings  

14:57

2  

African Blues  

10:14

3  

Keep On Loving  

06:28

4  

Jumping In The Sugar Bowl  

09:21

5  

Dirty No Gooders Blues  

06:48

6  

Country Girl  

10:02

7  

Wasted Life Blues  

07:42