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Veda Hille
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T&M 013: 15.00 Euro
"Here is a Picture" - 1998

Dieser Liederzyklus dokumentiert das Leben Emily Carrs, einer kanadische Malerin und Schriftstellerin. Sie wurde 1871 geboren und starb 1945.

Dieses Projekt begann als eine Auftragsarbeit für die Mascall Dance Company in Vancouver/ Kanada. Veda Hille wurde gefragt, ob sie nicht einige Lieder über Emily Carr schreiben wollte, die dann als ein musikalisches Gerüst für eine vollständige Choreographie dienen sollten. Der Zyklus wurde im Sommer 1996 geschrieben und die Ergebnisse waren so überraschend und interessant, daß Veda sich entschlossen hat, diese CD zu machen. Das Tanztheaterstück wird im Herbst 1998 seine Premiere erleben.

Veda Hille über den Entstehungsprozeß der Lieder:
"Alle Texte wurden unmittelbar aus den Schriften Emily Carrs entnommen und dafür wurde eine Art Klebearbeit aus vorgefundener Poesie angewendet. Ich nahm Zitate und Textfragmente aus Tagebüchern, Büchern, Briefen und Bildertiteln und arrangierte sie in musikalischer Form entsprechend meiner Wahrnehmungen vom Leben dieser Frau. Sie können dieses Vorgehen also eine Art Zusammenarbeit nennen, allerdings eine, in der ich als Lebende die Oberhand hatte."
Veda Hille stammt aus Kanada. Sie lebt in Vancouver, hat aber enge Kontakte in die quirlig-bunte Szene Torontos, wo die meisten Fäden des kanadischen Musikgeschehens zusammenlaufen. Sie ist eine hinreißende Sängerin, eine exzellente Pianistin (mit profunder Klassik- und Jazzausbildung) , und sie schreibt außergewöhnliche Songs, die in keine der herkömmlichen Kategorien passen. Mit ihrer eigenwilligen Mixtur aus Pop, Jazz, Folk-Elementen, Rock-Avantgarde, Singer/Songwriter-Tradition und phantasievoller Poesie nimmt die 29 jährige auch auf der progressiven Szene Kanadas eine Ausnahmestellung ein. Die Namensliste von Musikerinnen, mit denen Veda Hille schon verglichen wurde, ist lang - und kurios! Besonders häufig taucht der Name Tori Amos auf - ein Vergleich, der bestenfalls einer oberflächlichen Betrachtung standhält. Veda Hille ist eine eigenständige künstlerische Persönlichkeit - eine charismatische Persönlichkeit und eines der größten Talente, die Kanada in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat.

Geboren wurde Veda Hille am 11. August 1968 in Vancouver. Nach einer 13-jährigen Klavierausbildung - sie begann im zarten Alter von 6 Jahren - arbeitete sie einige Zeit als Lounge-Pianistin (1986/87), fühlte sich zwischen Elton John- und Burt Bacharach-Songs allerdings hoffnungslos deplaziert. Nach zwei Jahren am Emily Carr College of Art (Bildende Künste, Film, Performance Art) fand sie den Weg zurück zur Musik. Zu ihrem ersten Song inspirierte sie ein Gedicht, das sie als Kind geschrieben hatte. 1992 brachte sie im Eigenverlag ihr erstes (Kassetten-)Album raus. Konzerte gab sie zunächst solo, seit Anfang 1993 arbeitet sie auch mit eigener Band (Gitarrist Stephen Nikleva gehörte - mit Bassist Martin Walton - zur Indie-Band Red Herring und begleitete unter anderem Sarah MacLachlan, Ford Pier gehörte u.a. der kanadischen Band NoMeansNo an).
Anmerkungen zu den Liedern ( eine knappe Biographie).

Entrance geboren am 13. Dezember 1871 in Victoria, British Columbia, Kanada..

Small ein aufgewecktes Kind, ein schelmisches Kind, ein schmutziges Kind. Sie liebte Tiere und nannte sich selbst Small.

brutal telling eine böse Geschichte zwischen Small und ihrem Vater. Bezieht sich nur zur Hälfte darauf, zur anderen Häfte erinnert..

Pause Als Emily Anfang zwanzig war, studierte sie Kunst in London. Sie wurde von einer unerklärlichen Krankheit befallen; und da die Ärzte nicht wuß ten, was ihr fehlte, schickten sie sie in ein Sanatorium für TBC-Kranke auf dem Land. Dort verbrachte sie 18 Monate und es war ihr nicht gestattet ir gendetwas Ungesundes zu tun, etwa Malen und Schreiben. Um sich zu beschäftigen, sammelte sie Singvögel aus den umliegenden Wäldern und zog sie in ihrem Krankenhauszimmer auf, um sie später mit nach Kanada zu nehmen. Unglücklicherweise verschlechterte sich ihr Zu stand und sie war nicht mehr in der Lage, sich um die Vögel zu kümmern. Da sie fürchtete, die Vögel könnten in der freien Natur nicht überleben, wenn sie sie freiläßt, chloroformierte sie alle..

The Indian Zurück in Kanada war die Kunst der Indianer aus Britisch Kolumbien eine weitaus stärkere Inspiration als jede englische Lehre.
Boatride to Skidegate Emily reiste die Küste.rauf und runter, zu entlegenen Dörfern und in die Wildnis.
Greenery Sie malte, was sie vorfand..

Trompe l'oiseau Vögel, Vögel, Vögel.

Hearts, hearts Emily Carr hatte niemals einen Liebhaber. Sie hatte einige Verehrer, die sie ohne große Schwierigkeiten abwies. Sie war sich ihres Wunsches zu malen sicher und sie war sicher, eine Heirat würde sie von dieser Arbeit abhalten. Aber es gab auch eine Bitterkeit, eine Angst vor menschlicher Nähe..

15 Years Sie hatte den Plan, ein Haus mit einigen Wohnungen zu bauen um von der Miete zu leben, so daß sie den größten Teil ihrer Zeit zum Malen zur Ver fügung hatte. Aber der unvorhergesehene Krieg und die wirtschaftliche Depression führten dazu, daß Emily 15 Jahre lang um die Verwirklung ihres Planes kämpfte. In der Zwischenzeit mußte sie sich um die Mieter kümmern, was sie im allgemeinen haßte. Sie war nicht zufrieden..

Meeting the Group of 7 Ein Kurator in Ottawa sah Emilys Bilder und brachte sie in eine Ausstel lung der "Group of 7", sieben kanadischer Maler, die in einem neuen und besonderen Stil arbeiteten*. Emily hatte das erste Mal in ihrem Leben Ge sellschaft, andere Maler, die Kanada liebten und versuchten, auf ihre eigene Weise zu malen. Mit Inbrunst kehrte sie an ihre Arbeit zurück..

Woo's Exotic Theme Woo war ein Affe, der mit Emily, ihren Hunden, ihren Papageien, ihren Ratten, ihrer gesamten Menagerie zusammen lebte..

Titels Bildertitel.

working Als Emily Mitte sechzig war, war ihr Leben in Ordnung. Sie fand Anerkennung für ihre Kunst und ihre Schriftstellerei, und sie hatte Zeit zum malen.
Noah's Ark Sie hatte einen großen alten Campingbus, den sie "The Grey Elephant" oder "Noah's Ark" nannte. Den füllte sie mit Tieren, nahm sie mit in die Wälder und malte alles, was sie finden konnte. Dieses Lied handelt davon, es ist aber auch eine Betrachtung des Todes in der bestmöglichen Art.

to and from Ira Gegen Ende ihres Lebens hatte Emily einen guten Freund, Ira Dilworth. Die Worte in diesem Lied sind die letzten Zeilen aus Briefen, die sie sich gegenseitig schrieben.

Exit gestorben 1945 in Victoria, British Columbia



* Die Rheostatics, eine kanadische Band, haben ein Album aufgenommen, das sich "Music for the Group of 7" nennt. Es ist eine gute Ergänzung zu dieser Platte.